Wörthersee GTI-Treffen: Eventagentur übernimmt künftig Organisation

  • Die Kärntner Eventagentur Semtainment organisiert künftig anstatt der Gemeinde Maria Wörth das GTI-Treffen in der Wörtherseegemeinde. Firmenchef Thomas Semmler bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage entsprechende Medienberichte. Semmler will die Qualität des Treffens heben und so auch den Betrieb auf Nebenschauplätzen abseits des Veranstaltungsgeländes reduzieren.


    In die Programmgestaltung sollen laut Semtainment auch die Besucher des Treffens einbezogen werden - etwa die Communitys mit mehreren 10.000 Mitgliedern, die sich online gebildet haben. Dazu werde es eine Umfrage geben, was sich die Leute von dem Treffen erwarten, das im kommenden Jahr von 29. Mai bis 2. Juni stattfinden soll. Verbessert werden soll etwa die Kommunikation mit den Anrainern, auch ein neues Sicherheitskonzept ist geplant. "Bisher war die Gemeinde Veranstalter - wir wollen nun einfach eine reifere Geschichte daraus machen", sagte Semmler.
    "Nebentreffen"


    Ein Ziel ist es, so Semmler, dass allein durch das Programm die von Anrainern beklagten " Nebentreffen" Geschichte sein sollen: "Dass das Treffen so gut ist, dass es die Vor- und Nebentreffen gar nicht mehr gibt, weil alle nur mehr beim offiziellen Event dabei sind." Deshalb müsse man Leute, die sich nun abgeschottet haben, wieder ins Boot holen und Verbesserungen, etwa im Bereich Entertainment oder Kulinarik, vornehmen.


    Das Budget, das Semtainment zur Verfügung hat, setzt sich zusammen aus dem Beitrag der Gemeinde in Höhe von 800.000 Euro und einem Beitrag von VW. 60.000 Euro macht die Agenturpauschale für Semtainment aus. Was die Besucherzahlen in Reifnitz angeht, so glaubt Semmler, dass noch Kapazitäten vorhanden sind: "Bei vergangenen Treffen waren es rund 15.000 Besucher am Tag - ich denke, dass da mit einem neuen Konzept bis zu 40.000 möglich wären." Das sei aber noch Zukunftsmusik.


    Abseits des organisierten Treffens in Reifnitz sorgen die GTI-Fans seit Jahren für Kopfzerbrechen: So klagen Anrainer nicht nur rund um den Wörthersee, sondern in weiten Teilen des Kärntner Zentralraums über Lärmbelästigungen durch Gummi-Gummi (also das Durchdrehenlassen der Räder) und absichtlich verursachte Fehlzündungen. Neben der offiziellen Veranstaltung am Christi-Himmelfahrts-Wochenende hat sich bereits ein "Vor-Treffen" und ein Zusammenkommen im Herbst etabliert, zu denen sich die Tuner über Facebook verabreden. Und nun sollen auch im Winter die Motoren heulen: Denn bei der Veranstaltungsankündigung "Low at Snow" (3. bis 6. Jänner 2019) haben bereits 1.600 Personen auf Facebook ihre Teilnahme zugesagt, fast 10.000 bekunden Interesse an dem Treffen.


    Das hat nun sogar die Stadt Villach auf den Plan gerufen: "Bei aller Gastfreundschaft: Ich glaube, dass die Grenze des Zumutbaren für die Anrainerinnen und Anrainer erreicht ist", meldete sich Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) zu Wort. So werde während des Wintertreffens der Parkplatz unter einer besonders für Fehlzündungs-Vorführungen beliebten Autobahnunterführung in den Nachtstunden gesperrt. Außerdem werde es rund um die Stadt verstärkt Polizeikontrollen geben. Und eine drastische Maßnahme ist für die Straße zum Naturpark Dobratsch angedacht, die ebenfalls bei GTI-Fahrern beliebt ist: Hier steht die Sperre sämtlicher Parkplätze im Raum, die Straße könnte sogar für den gesamten Pkw-Verkehr gesperrt werden.


    Quelle


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    nun ja ich wünsche ihnen viel Erfolg, allerdings bezweifle ich, dass sich diese Geschichte nochmals einfängen lässt... für mich ist das Treffen nun seit 2 Jahren nicht mehr interessant. Ich habe den Verlauf über 20 Jahre begleitet, es hat meine Jugend und meine Einstellung und Leidenschaft zum Automobil beinflusst und geprägt, doch die letzten Jahre waren leider nicht mehr attraktiv und die Fehler welche zu diesen Umständen geführt haben, wurden bereits vor über 15 Jahren getätigt.... Saufbuden und Fressstände waren der Anfang vom Ende. Auch wenn diese nun höhere Kulinarik bieten sollen, was im Grunde nichts anderes heißt als höhere Preise, wird es nicht mehr zu dem werden können, was es früher einmal war. Feunde, Gleichgesinnte, Gemütlichkeit, Unterhaltung, Beisammensein, Informationsaustausch, sehen und gesehen werden... Kommerz war damals kleingeschrieben. Mit der Einführung der Einfahrtstickets ging es steil bergab. Als hätte man davor nicht auch bereits Millionen in der gesamten Region verdient.


    Jedoch kann man die Schuld nicht nur den Betreibern geben. Es gab einfach zu viele Iditoen und Proleten welche Jahr für Jahr mehr wurden und den eigentlich Geist des Treffens ruiniert haben. Jene welche nur auf Partymachen aus waren, jene welche unbedingt geglaubt haben alle Verkehrsregeln brechen zu müssen und dann noch jene welche glauben mit Geld könne man sich Stil kaufen. Diese übertriebene Tuningszene mit all ihren Extremen. Sei es nun extrem tief oder extrem laut, oder extrem schrill auf jede nur erdenkliche Art und Weise... Jeder will der Schönste, der Geilste der "Beste" sein, aber im Grunde ist leider einer schlimmer als der andere.


    Früher wurde ein ganzes Jahr an einem Auto geschraubt und gespart und gebaut und sich Neues ausgedacht um dann genau für 1 Woche am See damit Spaß zu haben. Heute wird einfach nur Geld ausgegeben und eine schei** Karre zusammen geschraubt um nur möglichst oft aufzufallen und da ist eine Woche nicht mehr genug. Am besten 2 Wochen vorher, eine Woche nachher, dann noch im Herbst und nun bald auch nochmals im Winter.... man Leute, alles kann übertrieben werden... mit noch so viel Geld kann man Beliebtheit und Ansehen nicht kaufen. Ganz egal wie viele Proletenrunden ihr in Kärnten dreht.


    Keine Eventagentur der Welt wird das alte Flair widerherstellen können. Da müsste man schon einen Schritt weiter gehen und "alte Haudegen" aus der Gründerzeit an Board holen. Aber das ist wohl einfach zu absurd gedacht.