VW Konzernmarken erzielen mit 37,2 Prozent einen neuen Marktanteilsrekord

Der österreichischen Pkw-Markt war auch im Autojahr 2022 geprägt von den Produktions- und Lieferengpässen. 215.050 Neuzulassungen in der Endabrechnung bedeuten nicht nur ein Minus von 10,3 Prozent gegenüber 2021, sondern auch das niedrigste Marktniveau in den letzten 40 Jahren.


„Das niedrige Neuzulassungsniveau in 2022 kann nicht schöngeredet werden, aber es spiegelt nicht das wahre Potenzial des heimischen Automarktes wider. Die mangelnde Neuwagen-Verfügbarkeit hat zum dritten massiven Rückgang in Folge geführt und die Auftragsbestände auf Rekordniveau anwachsen lassen. Dieser Dynamik konnte sich niemand am Markt entziehen – wir saßen alle im gleichen Boot“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.


„2023 werden wir im ersten Schritt damit beschäftigt sein, die existierenden, historisch hohen Auftragsbestände im Sinne unserer Kunden so schnell wie möglich abzubauen. Wenn der Knoten bei der Belieferung gelöst wird, sehen wir für Österreich einen Markt von rund 250.000 Neuzulassungen als absolut realistisch an“, ergänzt Dr. Hans Peter Schützinger.


Höchster Marktanteil in der Geschichte in Österreich


Die Volkswagen Konzernmarken haben in einem volatilen Umfeld dank ihres breit aufgestellten Marken- und innovativen Modellportfolios wiederum besser als der Markt performt. Mit 79.932 neu zugelassenen Fahrzeugen (-9,8 Prozent gegenüber Vorjahr) konnten sie ihren Marktanteil in 2022 sogar um 0,2 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent steigern und damit den höchsten Marktanteil in der Geschichte einfahren.


„Aus Konzernsicht blicken wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf 2022 zurück: In einem bewegten Autojahr konnten wir zwar trotz Lieferengpässen einen neuen Marktanteilsrekord erzielen und unsere Führungsposition ausbauen. Leider ist aber die erhoffte Trendwende aufgrund der angespannten Lieferketten sowie der geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen nicht eingetroffen“, resümiert Dr. Hans Peter Schützinger und ergänzt: „Hinzu kam im zweiten Halbjahr eine latente Kaufzurückhaltung bei Privat- und Unternehmerkunden, die es jetzt mit Blick auf den österreichischen Automarkt 2023 und darüber hinaus schnellstmöglich zu lösen gilt.“


Das neue Autojahr 2023 wird für die Volkswagen Konzernmarken weiter stark von den globalen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Produktions- und Lieferketten sowie den wirtschaftlichen Unwägbarkeiten geprägt bleiben. „Aber selbst in Zeiten konjunktureller Unsicherheit sind viele Unternehmer- als auch Privatkunden bereit in innovative und starke Marken sowie nachhaltige Produkte zu investieren. Hier sind wir mit unserem breiten Marken- und Modellportfolio gut und zukunftsorientiert aufgestellt“, gibt sich Dr. Hans Peter Schützinger optimistisch.


Doppelerfolg mit Volkswagen und ŠKODA im Markenranking; ŠKODA OCTAVIA wieder Nummer 1 in den Modellcharts; insgesamt sieben Modelle in den Top Ten


Die Marken Volkswagen (seit 1957 in ununterbrochener Reihenfolge die Nummer 1) und ŠKODA belegen wieder souverän die ersten beiden Plätze im Markenranking. Die Premiummarke Audi folgt auf dem vierten Platz noch vor zahlreichen Volumenmarken. SEAT komplettiert das herausragende Ergebnis mit dem achten Platz. Geschlossen stark präsentieren sich die Konzernmodelle auch in den Modellcharts: Mit dem ŠKODA OCTAVIA (1.), der sich nach 2019 und 2020 wieder den Platz an der Spitze sicherte, VW Golf (4.) ŠKODA FABIA (6.), VW Bus (7.), VW Tiguan (8.), VW Polo (9.) und VW ID.4 (10.) sind in der Endwertung 2022 wieder sieben Modelle in den Top Ten vertreten.


Transformation in die E-Mobilität weiter mit Hochdruck vorangetrieben: Jede dritte Elektro-Neuzulassung hierzulande kommt aus dem Volkswagen Konzern


Die u.a. durch Halbleitermangel eingeschränkten Lieferketten haben im abgelaufenen Autojahr auch bei den Elektrofahrzeugen merkbare Spuren hinterlassen und den eingeschlagenen Wachstumskurs der letzten Jahre verlangsamt. Von Jänner bis Dezember 2022 konnten insgesamt 34.165 Neuzulassungen (15,9 Prozent Marktanteil) registriert werden, was einem moderaten Zuwachs von 2,4 Prozent im Vergleich zu den Jahren 2020 (+72,8 Prozent) und 2021 (+108,9 Prozent) entspricht. Rund jede sechste Neuzulassung auf heimischen Straßen war damit im Jahr 2022 bereits vollelektrisch unterwegs.


Der angespannten Liefersituation zum Trotz stehen die Elektromodelle der Volkswagen Konzernmarken in der Käufergunst hoch im Kurs, was sich in der ausgezeichneten Marktposition widerspiegelt: Mit 11.981 Neuzulassungen ist mehr als jedes dritte Elektrofahrzeug ein Konzernmodell (35,1 Prozent Marktanteil). Im Markenranking konnte Volkswagen mit 5.391 Fahrzeugen den Rückstand auf Branchenprimus Tesla so gut wie egalisieren und liegt mit nur 19 Fahrzeugen Rückstand auf Platz zwei. Die Marken CUPRA (2.346 Fahrzeuge), ŠKODA (2.000 Fahrzeuge) und Audi (1.996 Fahrzeuge) folgen auf den Plätzen vier bis sechs. Das beliebteste vollelektrische Volkswagen Konzernmodell des Jahres 2022 ist der VW ID.4, der auf Platz zwei der E-Modell-Hitparade liegt, gefolgt von CUPRA Born (3.), ŠKODA ENYAQ iV (4.), VW ID.3 (5.) und Audi Q4 e-tron (7.).


„Die Transformation in Richtung E-Mobilität ist bei unseren Marken in vollem Gange. Unser Modellangebot hat in den letzten drei Jahren rasant zugelegt und Modelle wie der neue VW ID.Buzz werden die E-Mobilität auf sympathische Weise in die Köpfe der Menschen bringen und ihr so einen weiteren Schub zur Marktdurchdringung geben. Wir sind zuversichtlich das Tempo auf dem Weg zur Elektromobilität hochhalten zu können“, sagt Dr. Hans Peter Schützinger.


Und er ergänzt: „Wir erwarten uns, dass der Absatz an E-Fahrzeugen in 2023 gepusht durch attraktive Modellneuheiten und aufgrund des abzubauenden Auftragsbestandes weiter zulegen kann. Mit der Fortsetzung der E-Mobilitätsförderung wurde seitens der Regierung auch ein wichtiges Zeichen gesetzt, die den Konsumenten für ein weiteres Jahr die notwendige Klarheit und Planungssicherheit auf dem Weg ins Elektrozeitalter gibt.“


Die Volkswagen Konzernmarken im Überblick:


Volkswagen Pkw beendet zum 66. Mal in ununterbrochener Reihenfolge an der Spitze des heimischen Markenranking und schließt mit insgesamt 31.951 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen das Autojahr 2022 ab. Mit 14,9 Prozent Marktanteil sind in Wolfsburger Autobauer weiterhin die klar führende Automarke des Landes (Verbrenner und Elektro zusammengefasst). Mit dem VW Golf (4.), VW Bus (7.), VW Tiguan (8.), VW Polo (9.) und VW ID.4 (10.) sind wiederum fünf Volkswagen in den Top Ten der Modellhitparade platziert. Bei den reinen Elektrofahrzeugen fehlten Volkswagen mit 5.391 Neuzulassungen am Jahresende nur 19 Fahrzeuge auf Tesla(!), um auch bei dieser Antriebsform die Spitzenposition im Markenranking einnehmen zu können.


ŠKODA belegt mit 18.725 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 8,7 Prozent ein weiteres Mal souverän Platz zwei im Markenranking. Besonders erfreulich für die tschechische Marke ist, dass sich der OCTAVIA nach 2019 und 2020 zum dritten Mal den ersten Platz in den Neuzulassungscharts sichern konnte. Komplettiert wird der ŠKODA-Erfolg vom FABIA (Platz sechs in den Neuzulassungscharts) und dem rein elektrischen ENYAQ iV, der als Vierter in E-Neuzulassungscharts ebenfalls ganz vorne zu finden ist. Zusammen vereinen diese drei Modelle aus Mlada Boleslav mehr als die Hälfte der ŠKODA Neuzulassungen im Autojahr 2022.


SEAT erreicht mit 10.406 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 4,8 Prozent den ausgezeichneten achten Platz im Markenranking 2022. Verantwortlich für den Erfolg der Spanier, die für den preislich attraktiven Einstieg in die Welt der Volkswagen Konzernmarken stehen, sind die Modelle Ibiza, Arona und Ateca, die rund zwei Drittel der Neuzulassungen der Spanier verantworten. Die Lieferengpässe bei Leon und die nur mehr eingeschränkte Verfügbarkeit des im Auslauf befindlichen Alhambra haben ein besseres SEAT-Ergebnis verhindert.


CUPRA erzielt mit 5.298 neu in Österreich zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen einen Marktanteil von 2,5 Prozent. Beliebtestes Modell der Performance-Marke aus Spanien ist der Formentor mit 2.600 Fahrzeugen – knapp dahinter folgt bereits der vollelektrische Born, der im ersten Volljahr 2.346 Neuzulassungen für sich verbuchte und damit auf Anhieb zu den beliebtesten Elektrofahrzeugen des Landes avisierte.


Audi festigt mit 12.208 Neuzulassungen und 5,7 Prozent Marktanteil den vierten Platz im Markenranking sowie den zweiten Platz unter den Premiumherstellern. Getragen wird dieses ausgezeichnete Ergebnis von den Modellen A3, Q3, A4, Q5 und dem rein elektrisch angetriebenen Q4 e-tron, die mehr Neuzulassungen verzeichnen, als mancher Volumenhersteller mit seiner kompletten Modellpalette. Die Marke mit den Vier Ringen konnte im abgelaufenen Autojahr zudem die begonnene Transformation in die E-Mobilität weiter vorantreiben und trotz eingeschränkter Verfügbarkeit sowie einer anstehenden Produktaufwertung bei ihrer E-Modellpalette wiederum jedes sechste Fahrzeug vollelektrisch ausliefern.


Porsche hat mit 1.344 Neuzulassungen in einem durch Lieferengpässe geprägten Autojahr das gute Ergebnis des Vorjahres übertreffen können und ist eine der wenigen Marken am Markt, die mit einem Plus von knapp 2 Prozent stückzahlenmäßig zulegen konnte. Damit bewegt sich die Sportwagenmarke, die 2023 ihr 75-Jahr-Jubiläum feiert, in Österreich weiterhin auf Top-Niveau und gehört mit 0,6 Prozent zu den Marktanteilsstärksten Ländern weltweit. Die gefragtesten Modelle hierzulande sind der 911, der fast ein Drittel aller Porsche-Neuzulassungen ausmacht, gefolgt vom Cayenne und dem vollelektrischen Taycan.



Gesamtmarkt




17.602




100




215.050




100




239.803




100




1. VW




2.957




16,8




31.951




14,9




35.966




15,0




2. Skoda




1.337




7,6




18.725




8,7




21.808




9,1




3. BMW




1.811




10,3




16.316




7,6




15.630




6,5




4. Audi




824




4,7




12.208




5,7




12.424




5,2




5. Mercedes




891




5,1




11.515




5,4




12.563




5,2




6. Hyundai




1.343




7,6




11.094




5,2




11.936




5,0




7. Ford




694




3,9




10.990




5,1




12.109




5,0




8. Seat




607




3,4




10.406




4,8




15.138




6,3




9. Toyota




8.863




5,0




9.124




4,2




6.294




2,6




10. Kia




662




3,8




8.712




4,1




8.266




3,4

























Diesel-Fahrzeuge




3.598




20,4




48.115




22,4




58.263




24,3




Elektro-Fahrzeuge




3.971




22,6




34.165




15,9




33.366




13,9




Benzin/Diesel-Hybrid




4.716




26,8




54.126




25,2




56.596




23,6

























VW




2.957




16,8




31.951




14,9




35.966




15,0




Audi




824




4,7




12.208




5,7




12.424




5,2




Seat




607




3,4




10.406




4,8




15.138




6,3




Cupra




247




1,4




5.298




2,5




1.983




0,8




Skoda




1.337




7,6




18.725




8,7




21.808




9,1




Porsche




79




0,4




1.344




0,6




1.321




0,6




VW Konzern gesamt




6.051




34,4




79.932




37,2




88.640




37,0

























Modelle






















1. Skoda Octavia




266




1,5




4.506




2,1




6.233




2,6




2. Toyota Yaris




496




2,8




4.397




2,0




2.042




0,9




3. Tesla Model Y




178




4,5




4.356




2,0




1.147




0,5




4. VW Golf




364




2,1




4.145




1,9




4.816




2,0




5. Dacia Sandero




294




1,7




4.041




1,9




3.649




1,5




6. Skoda Fabia




214




1,2




3.904




1,8




3.917




1,6




7. VW Bus




177




1,0




3.700




1,7




4.281




1,8




8. VW Tiguan




341




1,9




3.602




1,7




2.859




1,2




9. VW Polo




86




0,5




3.359




1,6




3.890




1,6




10. VW ID.4




745




4,2




3.311




1,5




2.487




1,0