Volkswagen Konzernmarken mit 39,7 Prozent Marktanteil besser als der Gesamtmarkt

Der heimi sche Pkw-Markt setzt mit 134.396 Neuzulassungen in den ersten sechs Monaten seinen 2021 eingeschlagenen Erholungskurs weiter fort (+19,2 Prozent); im Vergleich zu 2019 liegt dieser aber immer noch um 23,6 Prozent zurück. In der Monatsbetrachtung konnte im Juni mit 26.075 neu zugelassenen Fahrzeugen zwar ein solides Ergebnis erzielt werden, lag aber um 2,3 Prozent unter dem auslieferungsstarken Vorjahresmonat nach Ende des ersten Corona-Lockdowns.


„Die Erholung auf dem Pkw-Markt verlief im ersten Halbjahr schneller und stärker als erwartet. Trotz erfreulicher Steigerungen liegen wir aber immer noch unter Vorkrisenniveau. Für 2021 halten wir 290.000 Neuzulassungen und damit ein akzeptables Autojahr immer noch für realistisch. Der Gesamtmarkt wird sicherlich noch zwei bis drei Jahre brauchen, um zur alten Stärke zurückzufinden“, sagt Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.


Die Marken des Volkswagen Konzerns konnten sich in den ersten sechs Monaten jedoch besser als der Markt entwickeln und die Neuzulassungen um 26,5 Prozent auf 53.322 Einheiten steigern, was einem Marktanteil von 39,7 Prozent (+2,3 Prozentpunkte) gleichkommt. „Die guten Verkäufe und der Rekordauftragsbestand bei unseren Marken bilden sich noch nicht zur Gänze in den Auslieferungen ab. Der anhaltende Engpass von Halbleitern hat zu vermehrten Produktions- und Lieferengpässen geführt, die wir nun immer stärker spüren. Wir hoffen, dass sich die Situation über den Sommer bis zu den auslieferungsstarken Herbstmonaten wieder bessert“, beschreibt Hans Peter Schützinger die angespannte Situation und ergänzt: „In punkto Neuzulassungen liegen wir heuer als Konzern zur Jahresmitte erfreulicherweise bereits wieder auf dem Niveau guter Autojahre, die mit einem Gesamtmarkt von deutlich über 300.000 Fahrzeugen abschlossen.“


Die E-Mobilität hat im ersten Halbjahr nicht zuletzt aufgrund der Investitionsanreize für Unternehmer und Steuererleichterungen massiv an Fahrt aufgenommen und der Anteil an Neuzulassungen steigt stetig. Jede neunte Neuzulassung ist hierzulande bereits rein elektrisch und damit emissionsfrei betrieben.


Für die Porsche Holding Salzburg dabei besonders erfreulich: Mindestens jedes dritte in Österreich neu zum Verkehr zugelassene Elektrofahrzeug kommt bereits aus dem Volkswagen Konzern und bei der Marke Volkswagen beispielsweise fällt rund jede sechste Pkw-Neuzulassung auf ein rein elektrisches Modell – Tendenz stark steigend. „Die Elektromobilität ist bei all unseren Marken auf der Überholspur unterwegs. Wir bringen die E-Mobilität mit unserer Vielzahl an attraktiven Modellen in die breite Masse. 2021 wollen wir unseren Absatz an Elektrofahrzeugen zumindest verdreifachen, dazu tragen auch die vielen Neuerscheinungen unserer Marken in diesem Jahr bei. Die Zukunft ist elektrisch, denn nur mit der Elektromobilität werden wir unseren Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele leisten können“, sagt Hans Peter Schützinger.


Weiterhin stark nachgefragt bleiben in Österreich auch Fahrzeuge mit Hybridantrieb, die auf einen Marktanteil von 22,7 Prozent kommen. Der Benziner-Anteil bewegt sich bei 40,4 Prozent, der Diesel-Anteil an den Neuzulassungen liegt bei 25,4 Prozent.


Die Volkswagen Konzernmarken im Überblick:

Im heimischen Markenranking belegen Volkswagen, ŠKODA und SEAT wiederum die ersten drei Ränge. Bei den Premiummarken ist Audi ebenfalls auf der Überholspur unterwegs und belegt bereits wieder Rang zwei in der Premiumklasse. In der Hitparade der beliebtesten Modelle sind gleich acht Konzernmodelle in den Top Ten zu finden.


Die Marke Volkswagen führt mit 21.714 Neuzulassungen unumstritten die Markenhitparade (16,2 Prozent Marktanteil) an. Insgesamt konnte die Marke mit dem Golf, T-Roc, T-Cross, VW Bus und Polo wieder fünf Modelle in den Top Ten platzieren. Auch im boomenden Segment der Elektrofahrzeuge ist Volkswagen mit 3.196 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen (ID.3, ID.4 und e-up!) klarer Marktführer.


Die Marke ŠKODA liegt mit 12.577 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen im Markenranking souverän auf Platz zwei (9,4 Prozent Marktanteil). Die angespannte Liefersituation im Werk und der anstehende Modellwechsel bei zwei Volumenmodellen haben einen zweistelligen Marktanteil verhindert. Mit dem OCTAVIA (2.) und FABIA (6.) sind gleich zwei Modelle in den Top Ten; mit dem stark nachgefragten ENYAQ iV hat ŠKODA seit der Markteinführung im April bereits die 1000er-Marke bei den Neuzulassungen überschritten.


SEAT (ohne CUPRA) sichert sich mit 10.089 Neuzulassungen den 3. Rang in der Markenwertung und konsolidiert sich mit 7,5 Prozent Marktanteil auf einem hohen Niveau. Mit dem Ibiza (7.) und dem Arona (11.) sind wieder zwei Modelle der Spanier ganz vorne bei den beliebtesten Modellen des Landes vertreten. Abgerundet wird der SEAT-Erfolg von den beiden annähernd gleich starken Volumenmodellen Leon und Ateca.


CUPRA verzeichnet im ersten Halbjahr 2021 839 Neuzulassungen (0,6 Prozent Marktanteil). Getragen wird dieser Erfolg vom Formentor, der mit 629 Fahrzeugen drei Viertel des CUPRA-Volumens ausmacht. Mit dem im Mai der Weltöffentlichkeit vorgestellten CUPRA Born erweitern die Spanier ab Herbst ihr Modellangebot zudem um ein emotionales Elektromodell.


Die Premiummarke Audi zählt mit 7.365 Neuzulassungen (+59,6 Prozent) und 5,5 Prozent Marktanteil (+1,4 Prozentpunkte) zu den Gewinnern am heimischen Automarkt. Wesentlich getrieben wird der Audi-Erfolg von den Modellen A3 und Q3, die rund ein Drittel der Ingolstädter Neuzulassungen ausmachen. Ebenfalls hoch in der Gunst der Audi-Käufer stehen der e-tron GT und Q4 e-tron – bei beiden Elektromodellen ist das Kontingent für 2021 bereits ausgeschöpft.


Die Sportwagenmarke Porsche bewegt sich mit 738 Neuzulassungen (0,5 Prozent Marktanteil) konstant auf hohem Niveau, jedoch hat die stark eingeschränkte Belieferung bei einigen Modellen aufgrund des Halbleiterengpasses ein besseres Auslieferungsergebnis verhindert. Gefragtestes Modell ist weiterhin die Markenikone, der 911, gefolgt vom Cayenne und dem vollelektrischen Taycan.



PKW m. B.6/20211-6/20211-6/2020


NZ

MA %

NZ

MA %

NZ

MA %

Gesamtmarkt

26.075

100

134.396

100

112.787

100

1. VW

4.022

15,4

21.714

16,2

17.392

15,4

2. Skoda

2.358

9,0

12.577

9,4

11.546

10,2

3. Seat

1.880

7,2

10.089

7,5

7.831

6,9

4. BMW

1.450

5,6

8.206

6,1

7.419

6,6

5. Audi

1.352

5,2

7.365

5,5

4.615

4,1

6. Ford

1.330

5,1

6.955

5,2

5.728

5,1

7. Mercedes

1.195

4,6

6.757

5,0

5.640

5,0

8. Renault

1.341

5,1

6.436

4,8

6.440

5,7

9. Fiat

1.343

5,2

5.599

4,2

3.770

3,3

10. Hyundai

1.378

5,3

5.164

3,8

5.261

4,7








Dieselmarkt

6.138

23,5

34.133

25,4

42.891

38,0

Elektrofahrzeuge

3.614

13,9

15.347

11,4

4.805

4,3

Benzin/Diesel-Hybrid

6.178

23,7

30.514

22,7

12.099

10,7








VW

4.022

15,4

21.714

16,2

17.392

15,4

Audi

1.352

5,2

7.365

5,5

4.615

4,1

Seat

1.880

7,2

10.089

7,5

7.831

6,9

Cupra

164

0,6

839

0,6

-

-

Skoda

2.358

9,0

12.577

9,4

11.546

10,2

Porsche

151

0,6

738

0,5

773

0,7

VW-Konzern

9.927

38,1

53.322

39,7

42.157

37,4








Modelle







1. Fiat 500

866

3,3

3.608

2,7

2.165

1,9

2. Skoda Octavia

451

1,7

3.316

2,5

3.395

3,0

3. VW Golf

612

2,3

3.106

2,3

2.895

2,6

4. VW T-Roc

483

1,9

3.007

2,2

2.395

2,1

5. Tesla Model 3

806

3,1

2.593

1,9

1.191

1,1

6. Skoda Fabia

466

1,8

2.591

1,9

2.837

2,5

7. Seat Ibiza

420

1,6

2.583

1,9

1.722

1,5

8. VW T-Cross

472

1,8

2.275

1,7

1.795

1,6

9. VW Bus

587

2,3

2.265

1,7

1.735

1,5

10. VW Polo

325

1,2

2.204

1,6

2.545

2,3