Nach dem DTM-Aus: Wohin geht die Reise von Audi Sport?

Seit dem Beginn der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gab es eine Konstante, die jedes einzelne Jahr am Start zu finden war: Audi. Doch mit dieser langen Serie ist Ende 2020 Schluss, wie wir bereits vor einiger Zeit berichtet haben. Der Hersteller konzentriert sich in Zukunft voll auf andere Wettbewerbe wie die nachhaltigere Formel E, wo das letzte Audi-Werksteam aktiv sein wird. Wir blicken auf große Erfolge und die Zukunft der Marke im Motorsport.


Abschied als Rekordmeister der DTM


Der Zeitpunkt des Abschieds aus der DTM könnte für Audi kaum besser gewählt sein. 20 Jahre lang war der Hersteller ein zentraler Bestandteil der Rennserie und gab dort lange Zeit den Ton an. Das gelang so gut, dass sich Audi als Rekordmeister verabschieden wird. Insgesamt neunmal sicherten sich die Fahrer unter den vier Ringen den Meistertitel. Damit feierten die Verantwortlichen in Ingolstadt einmal mehr als der große Konkurrent Mercedes-Benz. Lediglich den Titel des Rekordmeisters unter den Marken musste Audi (siebenmal Sieger) Mercedes (zehn) überlassen. Erstmals gelang es 2002 Laurent Aïello, elf Jahre lang der letzte Audi-Sieger auf dem Norisring, die Dominanz von Mercedes in Person von Bernd Schneider zu brechen. Der Franzose Aïello verwies den zweimaligen Meister auf Platz 2, ehe dieser im Folgejahr wieder triumphieren konnte. Matthias Ekström (2004 & 2007) sowie Timo Scheider (2008 & 2009) ließen weitere Titel folgen und sorgten laut VAU-MAX für den erstmaligen Titel-Hattrick eines DTM-Teams. Es waren zugleich die letzten Jahre, in denen Mercedes einen wirklich konkurrenzfähigen Gegner darstellte.


Bis zum eigenen Ausstieg 2018 konnte Mercedes nur noch drei Fahrertitel einfahren - ebenso viele wie BMW, das bis 2020 der letzte Hersteller neben Audi sein wird. Martin Tomczyk (2011), Mike Rockenfeller (2013) und René Rast (2018 & 2019) ließen weitere vier Titel für Audi folgen. Das trotz der großen Erfolge nun dennoch der Ausstieg folgt, hat vielschichtige Gründe. Einer von ihnen ist die DTM selbst, die seit einiger Zeit ihren Erwartungen hinterherfährt und nicht allzu profitabel wirtschaftet. Ein weiterer Grund ist der vorhandene Kundenstamm und potenzielle Neukunden, die eine geringere Toleranz für den klassischen Motorsport aufweisen und vor allem CO2-Neutralität fordern. Deshalb soll in Zukunft vor allem die Formel E im Mittelpunkt stehen.


Was bringt die Audi-Sport-Zukunft?


Die Formel E war bereits in den zurückliegenden Jahren das Hauptaugenmerk von Audi. Bereits 2016 stieg der Hersteller aus der Langstreckenmeisterschaft WEC aus und rief damit die von motorsport-total beschrieben teils emotionalen Reaktionen hervor. Vor allem die 24 Stunden von Le Mans erfuhren durch den Ausstieg einen eindeutigen Popularitätseinbruch, da Toyota nun hauptsächlich gegen sich selbst um den Sieg antritt. Immerhin auf dem Nürburgring ist Audi Jahr für Jahr noch prominent vertreten und sorgt mit seinen Teams regelmäßig für Furore. Im letzten 24-Stunden-Rennen gab es für die Audi-Mannschaften den Sieg und Platz 3 zu bejubeln. Grundsätzlich zeigen diese Statistiken bereits, dass es für Audi meist um das schnelle Fahren und die großen Siege ging. Die nach wie vor hohe Beliebtheit des Rennsports ist in der Bevölkerung bei allen Veränderungen nicht wegzudiskutieren. Bei Netflix ist Drive to Survive zur Formel 1 eine der beliebtesten Serien im Genre Sport. Es wurden bereits zwei Staffeln produziert, die die Top-Teams durch eine Saison hindurch verfolgen und spannende Geschichten und Duelle auf die TV-Schirme bringen. Auch im Betway Casino gibt es neben klassischen Kartenspielen auch Spielautomaten wie Racing for Pinks, bei dem der Rennsport nicht zu kurz kommt. Auf den verschiedenen Walzen des Automaten geht es dabei um dasselbe wie auf der Rennstrecke: schnelle Autos.


Besonders erstaunlich ist es dennoch nicht, dass Audi schon jetzt in der jungen Formel-E-Geschichte wieder dominiert. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler ist mit insgesamt 1.140 Punkten das erfolgreichste Team der gesamten Rennserie. Lucas di Grassi holte 2016/17 die Fahrer-WM, während sich das Team ein Jahr später die Konstrukteursmeisterschaft sicherte. Die Erfolge und steigende Zuschauerzahlen der Formel E geben Audi dahingehend recht, dass es keine falsche Entscheidung war, den Umstieg auf den nachhaltigeren Motorsport schon frühzeitig zu wagen. Folgerichtig musste nun auch der offizielle Ausstieg aus Rennsportserien wie der DTM folgen. Ob in Zukunft auch andere Rennserien in den Fokus von Audi rücken, ist aktuell kaum zuverlässig zu beurteilen. Zu offen ist nach wie vor auch die weitere Entwicklung der E-Autos. Sollten diese zum allseits erwarteten Erfolg werden, gibt es keinen Grund zu einer Neuorientierung.

    Kommentare 1

    • ..AUDI gehört zur DTM wie Mercedes und BMW ..

      leider war die DTM in den 90igern sowieso die BESTE ZEIT !!!


      ps. auch wenn ich natürlich auch.. die heutigen Renner MEGA finde !!!


      TROTZDEM ätzend das einer nach dem anderen aussteigt, E-Mobilität hin oder her..

      ..die DTM darf NIEMALS ENDEN .. dann eben wiedermal die Autos.. egal ..

      hauptsache die DTM und die dazugehörenden Hersteller kehren irgendwann zurück !!!