Tag fünf der Audi Land of quattro Alpen Tour 2013

Grüezi! Der zweifache Le Mans-Sieger Marcel Fässler begleitet uns auf Etappe fünf von Interlaken nach Mégève. Unterwegs erzählt er vom Rennsport und den Besonderheiten des Schwyzerdütschen.

Berge soweit das Auge reicht. So erleben wir unsere heutige Fahrt durch die Schweiz über Susten-, Gotthard-, Nufenen-Pass und dem Col de la Forclaz. Und in der Tat: Rund 60 Prozent des Landes sind von den Alpen bedeckt.

Mit dabei ist der Schweizer Rennfahrer Marcel Fässler. Der 37-Jährige ist in Einsiedeln im Kanton Schwyz geboren - und natürlich liebt er die Berge. "Die Pässe, über die wir heute fahren, kenne ich alle. Viele davon habe ich sogar schon mit dem Rennrad überquert."

In Le Mans fährt Fässler den R18 e-tron quattro. Auf der Alpen Tour testet er den neuen RS 6 Avant: "Ein Hammerauto." Nicht nur die unbändige Power beeindruckt, auch das Design imponiert. "Ich mag diesen dynamisch- sportlichen Charakter. Und der Sound des V8 Biturbo ist einfach wunderschön."

"Das hat pfuupf" ("das hat Dampf"), sagt er und lernt uns noch ein paar weitere schwyzerdütsche Vokabeln wie "lass lüüta" und "gib guzzi" für "gib Gas".

Im Motorsport erlebt Fässler derzeit eine richtige Glückssträhne: zusammen mit André Lotterer und Benoît Tréluyer wurde er 2012 in der Langstreckenrennserie FIA WEC Weltmeister, mit Audi hat er 2011 und 2012 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen.

Vorbei geht es Käsereien und Bergbauernhöfen. Faul liegen die Kühe im Gras während hinter den Wiesen gewaltige Wasserfälle ins Tal stürzen. Im Winter herrschen hier Schnee und Eis.

"Bei unseren Witterungen ist Allrad besonders wichtig", erklärt Fässler während sich auf der Fahrt tiefe Schluchten und steile Felswände auftun. "Mit quattro ist man immer sicher unterwegs und muss nicht gleich bei den ersten Flocken die Schneeketten auspacken."

Am Nachmittag überqueren wir bei der Col de la Forclaz die Grenze zu Frankreich in Richtung Mont Blanc. Einige Kehren weiter ist der weiße Viertausender schon zu sehen. Als Mont Blanc oder Monte Bianco bezeichnet, ist er mit 4810 Metern der höchste Berg der Alpen und der Europäischen Union. 1786 haben Bergsteiger den Gipfel zum ersten Mal erklommen.

Von hier ist es noch eine halbe Stunde Fahrt. Dann erreichen wir Mégève. Nun heißt es, Kraft tanken. Denn morgen erwartet uns die anspruchsvollste und längste Etappe der gesamten Tour - über den Col de Turini nach Monaco.